Fasnacht

Wir Krienser sind nicht nur stolz auf unsere Fasnachtstradition, wir sind vor allem stolz auf unsere ureigenen Fasnachtsfiguren und die selber geschnitzten typischen Krienser Masken. Über den Zeitpunkt des ersten Auftretens weiss man praktisch nichts mehr. Allgemein in der Fasnachts-forschung ist bekannt, dass lokale und regionale Masken-typen in den verschiedenen Gegenden der Schweiz erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden. 

Über die Herkunft unserer Fasnachtsfiguren ist man sich unter den Lokalhistorikern nicht ganz einig. Logischerweise nahm man damals wie auch heute alte Kleider, um Fasnacht zu machen. Dies lässt den Schluss zu, dass die Figur des Deckels, des Buuremaas, des Buure- und Bärnerwiibs erst in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts in ihrer klaren Form entstanden sind, denn auf den ersten bekannten und datierten Fotografien von 1900 (Krienser am Fritschiumzug) sind keine klar einheitlich gekleideten Figuren erkennbar.

 

Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Winter und Frühling

Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass diese Art des Verkleidens und das Auftreten nur in Kriens zu finden sind und deswegen müssen Gründe vor allem in der Geschichte von Kriens gesucht werden. Klar sind hingegen die Ausdrücke wie „ke Füdle, ke Gurasch“ oder „ke Guri“, mit denen man früher die Bööggen reizte, um dann davonzurennen. Erst wenn man vom Dorfplatz aus das Klapperdächli am Kirchhügel erreicht hatte, war man erlöst, denn der Bereich nahe der Kirche war für die Maskierten tabu. In diesem Spiel erkennt man auch das Vertreiben der Wintergeister, den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Winter und Frühling.

Original Krienser Masken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Zunftchronik 1922 - 1997 (Verfasser: Jürg Studer)
Die Zunftchronik 1922 - 1997 kann kann der Galli-Zunft bestellt bestellt werden.

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